Vastaa Viestiin

ein Name, mehrere Wappen und viele Fragezeichen

freyther
male
Viestit: 8
Sukupuu: Graafinen
Tarkastele heidän sukupuutaan.
Hallo,
nach langen suchen stieß ich auf die ursprüngliche Schreibweise meines Familiennamens je nach Schreiber freider, fraider oder vreider.

mein Vater konnte sich noch erinnern, das es ein Familienwappen gab was allerdings beim Tod meines Urgroßvaters verschollen ist.
da mein Vater noch sehr jung war hat er auch nur verschwommene Erinnerungen.

nun suchte ich nach einem Wappen und wurde fündig. nur bei den Quellen weiß ich nicht wie weit sie vertrauenswürdig sind. was sich im Ergebnis leider auch irgendwie widerspiegelt. ich habe 5 mögliche Wappen von denen sich einige zwar in der Beschreibung gleichen nur im Wappen leider überhaupt nicht.

ich habe das Gefühl nicht mehr weit vom Ziel entfernt zu sein, jetzt steh ich erstmal da und weiß nicht weiter.  :-\
wie weit sind die Wappen überhaupt wirklich authentisch, kann man der restlichen Beschreibung glauben.

gibt es einen Anlaufpunkt, ohne gleich einen Heraldiker, Ahnenforscher oder ähnliches teuer beauftragen zu müssen, wo man hingehen kann und Namen als auch Wappen prüfen lassen kann?
da der Ursprung im Elsass liegt muss ich mich da in Frankreich erkundigen oder Deutschland oder gibt es so etwas wie eine Europakartei?

Über eure Hilfe würde ich mich sehr freuen.

enenkel
male
Viestit: 1
Sukupuu: Graafinen
Tarkastele heidän sukupuutaan.
Im alten Zeiten konnten nur sehr wenige Menschen lesen und schreiben.
Daher haben sich die "Adeligen" - "Ritter" oa ein Zeichen gegeben, an welchem man sie erkennen konnte.
Dieses Zeichen wurde auf die Schilde und Hausmauern (Schlösser - Burgen) gemahlen, zum Zeichen wem dies gehört.
Beim Ausreiten wurde vorn die Fahne mit dem Zeichen (Wappen) getragen, damit jeder wußte, wer da kommt.

Meine Familie ist erstmals 1200 ad in Österreich erwähnt. Als Adelige haben sie Wappen geführt.
Wer zum Ritter geschlagen wurde, hatte das Recht ein Wappen zu führen.
In jeder Generation ist das Wappen etwas anders. Jede Generation hat einen Teil des Wappens der Vorfahren angenommen, und meist etwas dazu genommen. Dies gilt besonders, wenn auch die Ehefrau ein Wappen hatte. Dann hat man die 2 Wappen in eines verschmolzen. So wurden die Wappen im Laufe der Zeit immer aufwendiger.
Viele der Teile der Wappen haben einen besondere Bedeutung. So wie die Schilde der Handwerker vor ihren Türen konnte man aus dem Wappen auch auf die Bedeutung bzw den Beruf des Trägers schließen.

In meiner Familie haben wir den ganzen alten "Ramsch" weggelasen und mein Vater hat sich auf das älteste Wappen bezogen.
OK mein Sohn und meine Neffen haben es für sich bereits etwas verändert.

Ich habe die Wappen meiner Familie im "Sibmacher Waappenbuch" gefunden.
http://enenkel.at/gen/old/wappen/wappen.htm sind sie auch zu finden.
Auch bei der ADLER Gesellschaft in Wien, kann man die meisten alten Österreichischen Wappen finden.
Wappen sucht man in alten Büchern. (mind. 100 Jahre alt)

ACHTUNG: Im Internet gibt es viele Seiten, die einfach ein "Fantasiewappen" verkaufen und damit Geld machen.
Grundregel: Für ein Wappen wird kein Cent bezahlt.
liebe Grüße
Gottfried Enenkel

jfeichtinger
male
Viestit: 7
Sukupuu: Graafinen
Tarkastele heidän sukupuutaan.
Das Führen eines Wappens ist bzw. war genau geregelt. D.h. im Prinzip durften "nur" Adelige Wappen führen, bzw. musste das Wappen von einem Herrscher verliehen (= bestätigt) werden. Es gibt dazu umfangreiche Akten im öst. Staatsarchiv.
Bürgerliche Wappen wurden zwar geführt, aber die haben meiner Meinung nach keine Bedeutung. Wenn du also nicht adelig bist, dann ist das Wappen wohl ein selbst gewähltes (und diente dazu, sich mehr Bedeutung / Wichtigkeit zu verleihen). Schon in der Neuzeit gab es Pfalzgrafen bzw konnte der Kaiser das große Palatinat an jemand verleihen, manche haben damals schon ein Geschäft daraus gemacht und an Bürger Wappen verliehen (gegen Einwurf kleiner Münzen, vermute ich mal). Es gibt wunderschöne alte Wappenbücher, wo diese an ehrbare Bürger (und Fleischhacker in D heißen die Metzger) verkauft wurden. https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/salIX58
mfG JF

Vastaa Viestiin

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